Tracking Her Body
Literarische Fiktionen einer Überwachung weiblicher Körper
Literarisches Gesprächslabor
Was erzählen Literatur und Serien über die (Selbst-)Vermessung, Kontrolle und Verfügbarkeit weiblicher Körper?
Zyklus, Fruchtbarkeit, Schwangerschaft oder mentale Gesundheit: Apps und digitale Gesundheitsanwendungen sammeln immer mehr Daten über den weiblichen Körper. Sie versprechen Wissen, Vorsorge und Selbstbestimmung, schaffen zugleich aber neue Vorstellungen davon, was als gesund, normal oder regelmäßig gilt.
Literatur und TV-Serien spielen schon länger durch, wohin diese Entwicklung führen könnte. In Margaret Atwoods „The Handmaid’s Tale“ oder Nora Burgard-Arps’ „Wir doch nicht“ werden Fruchtbarkeit, Gesundheit sowie körperliche und mentale Daten zu Instrumenten gesellschaftlicher Kontrolle. Doch wo endet Selbstvermessung und wo beginnt Überwachung?
Im literarischen Gesprächslabor lesen und sehen wir gemeinsam ausgewählte Szenen aus Romanen und Serien und diskutieren darüber, wie weibliche Körper und ihre Gesundheit oder Krankheit beobachtet, bewertet und kontrolliert werden.
Mit:
Dr. Sabrina Huber und Sandra Hein, Literaturwissenschaft an der Bergischen Universität Wuppertal