Live A/V Premiere

Trees communicate with each other at 220 hertz

Audioviduelle Performance

Events
25 mn
© Nelly-Eve Rajotte

Was wäre, wenn wir den Wald nicht nur sehen, sondern auch hören könnten?

Bäume kommunizieren miteinander bei 220 Hertz. „A/V (2026)“ ist eine immersive audiovisuelle Performance, die bewegte Bilder, generativen Klang und biosensitive Geräte miteinander verbindet. Das Werk wird als Kuppelprojektion präsentiert und mit einem modularen Synthesizer gekoppelt, der über Elektroden mit einem lebenden Baum verbunden ist, dessen bioelektrische Signale den Klangfluss in Echtzeit steuern.

Verwurzelt im borealen Wald ruft die Performance die Erinnerung an die erhabene Landschaft wach, um den Zuschauer in einen sinnlichen Raum zu entführen, in dem die Perspektive der Lebewesen eingenommen wird – der Zuschauer betrachtet die Landschaft nicht mehr, sondern wird Teil von ihr. Die Frequenz von

220 Hz, über die Bäume miteinander kommunizieren, zieht sich als klanglicher und symbolischer Faden durch das Werk, getragen von Texturen, die die organischen Klänge des Waldes simulieren.

Angesichts ökologischer Herausforderungen nimmt die Künstlerin eine einfühlsame und kontemplative Haltung ein. Mithilfe von LiDAR archiviert sie den borealen Wald digital und schafft so ein dreidimensionales Gedächtnis, das neue Formen nicht-menschlicher Wahrnehmung der lebendigen Welt hinterfragt.

Zwischen Spektralität und Erhaltung: „Trees communicate with each other at 220 hertz A/V“ eröffnet einen sensiblen Raum, in dem die Grenze zwischen Betrachter und lebendiger Welt verschmilzt – eine gemeinsame Präsenz unter dem Blätterdach.

Künstlerin: NELLY-EVE RAJOTTE

Volumetrische Kinematografie und Kuppelintegration: Mathieu DeBlois

VFX-Künstler / Softwareentwickler: Codrin-Mihail Tablan Negrei

Die Bild- und Medienkünstlerin Nelly-Eve Rajotte (CA/QC) entwickelt ein künstlerisches Schaffen, das auf immersiven Installationen und Performances basiert und die aktuellen Bedingungen der Wahrnehmungserfahrung hinterfragt. Außerdem ist sie Professorin an der School of Design der UQAM, wo sie den Forschungsschwerpunkt „Bewegtbild und Sounddesign“ leitet.

Diese Performance wird gemeinsam mit MUTEK präsentiert, mit finanzieller Unterstützung des Canada Council for the Arts und des Conseil des arts et des lettres du Québec.