Witches
Witches
Elizabeth SANKEY
Vereinigtes Königreich
Geburt, Krise, Überleben: Elizabeth Sankey erzählt kraftvoll von postnataler Depression – und zieht eine Linie zurück zur Hexenverfolgung.
„Ich hätte als Hexe geendet“ – mit dieser schonungslosen Einsicht beginnt Elizabeth Sankey ihren sehr persönlichen Film über ein tabuisiertes Thema: postnatale psychische Erkrankungen. Als Hexen bezeichnete man im Mittelalter Frauen, die besondere Kräfte zu besitzen schienen. Nachdem sie selbst nach der Geburt ihres Sohnes in die Psychiatrie eingewiesen wurde, verarbeitet sie ihr Erleben in „Witches“ – einer Collage aus Tagebuch, Archivmaterial, Geschichte und feministischer Analyse. Sie zieht Parallelen zwischen dem Stigma heutiger Mütter und der historischen Verfolgung von Frauen, die als „anders“ galten. Hebammen, Heiler*innen oder einfach Frauen mit rotem Haar – sie alle galten einst als Bedrohung und wurden als Hexen gebrandmarkt.
„Witches" ist ein Appell für mehr Sichtbarkeit, Verständnis und Unterstützung psychisch erkrankter Mütter – und eine kraftvolle Rückeroberung weiblicher Stärke.
Publikumsgespräch im Anschluss mit:
Prof. Dr. Christina Wessely, Leuphana Universität Lüneburg
Lisa Göpfert, Psychologin und Gründerin von One Woman's Life
- Programm
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Freitag 31.10.2025 18:0020:00 Pop-up cinema @KaufhausGesprächsrunde mit GästenSonntag 02.11.2025 20:3022:00 Puschkino